Drinnen

Portrait – Alpenveilchen – Cyclamen persicum

Ich habe mir am Freitag ein Alpenveilchen gekauft. Zum einen bringt es etwas Farbe in die Wohnung, zum anderen verbessert es ein wenig die Luftfeuchtigkeit. Doch wie hat man über einen längeren Zeitraum etwas vom Alpenveilchen? Und falls es verblüht ist: Wegwerfen oder sich die Mühe machen und weiterpflegen?

20 Millionen Alpenveilchen werden in Deutschland verkauft. Und die meisten davon werden nach der Blüte weggeworfen. Dabei bekommt sie je älter sie wird, immer mehr Blüten dazu. Wer Fan der Mini-Alpenveilchen ist, sollte sie nach der Blüte oder am Besten gleich nach dem Kauf mit anderen Alpenveilchen in ein größeres Behältnis topfen. In den kleinen Töpfen halten die Alpenveilchen nicht lange durch. In einem großen Gefäß ist die Pflege bei weitem einfacher, insbesondere das Gießen. Die Pflege nun im Detail:

Licht

Das Alpenveilchen mag es sehr hell, gerne auch sonnig. Im Sommer sollte man sie aber vor längerer Sonneneinstrahlung schützen. Man kann sie im Sommer aber auch ins Freie an einen halbschattigen Standort stellen.

Temperatur

Alpenveilchen kauft man oftmals in der kälteren Jahreszeit in der es in unseren Wohnräumen warme, trockene Luft hat. Dabei mag sie eher Temperaturen um 15 Grad. Auch im Sommer reichen ihr eigentlich 20 Grad vollkommen aus, was aber im Sommer natürlich kein Gedanke wert ist. Wer sie über den Sommer draußen stehen hat: Sie verträgt auch Temperaturen um die 10 Grad und kann so im Herbst noch lange draußen stehen bleiben.

Substrat

Sie mag keine allzu lockere Erde, so dass man zu lehmhaltiger Humuserde greifen sollte. Der ph-Wert sollte dabei zwischen 6-7 liegen.

Feuchtigkeit

Hier kommt der Haken an der Sache: Das Alpenveilchen ist etwas für Könner. Sie mag es gerne leicht feucht. Dass der Ballen austrocknet, verträgt sie überhaupt nicht. Im Wasser stehen mag sie zugleich aber auch nicht. Gerade im Winter gießt man gerne zu viel oder lässt den Ballen austrocknen, wenn sie über der Heizung steht.

Sollte die Blüte zu Ende sein, mit dem Gießen normal weitermachen. Sie legt dann eine Blüh- und Wachstumsphase ein und wächst nach dieser Phase (Die je nach Sorte auch Monate dauern kann) wieder weiter und bildet Blüten.

Tipp: Gerade im Winter bei geringer Luftfeuchtigkeit kann man sie öfters mit Wasser besprühen.

Düngen

Wie bei den meisten Pflanzen einmal wöchentlich mit Flüssigdünger. Treibt sie stark aus, auch zweimal pro Woche düngen.

Umtopfen

Alle ein bis 2 Jahre, je nach Sorte und Wachstum. Die Knolle sollte zu mindestens zu einem Drittel aus der Erde herausragen.

Sonstiges

Schädlinge und Krankheiten sind beim Alpenveilchen ein großes Thema. Auch für die Profis, die gerne mal mit Grauschimmel (Botrytis) im Gewächshaus zu kämpfen haben.

Wichtig ist, dass richtig gegossen wird und die Pflanze am richtigen Standort steht. Auch kann man sich (im Gegensatz zum Profi) die Zeit nehmen und die gelben, alten Blätter und Blüten entfernen. Gerade neugekaufte Pflanzen zeigen gerne gelbe Blätter, wenn sie den Standortwechsel nicht vertragen haben und aufgrund des schlecht gewählten Standorts Pilze bekommen. Die Pflanze kann man dann in der Regel wegwerfen.

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