Der Weihnachtsbaum – Geschichte und Produktion

Letzte Woche habe ich einen Bericht über die diesjährigen Preise von Weihnachtsbäumen veröffentlicht. Heute geht es um nähere Informationen rund um den Weihnachtsbaum: Welche Geschichte hat er? Wie wird er produziert? Wie kommt er ins heimische Wohnzimmer?

Geschichte der Weihnachtsbäume

Der uns bekannte Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung aus vielen verschiedenen Kulturen die verschiedene Bräuche praktizierten. Bestes Beispiel sind die Richt- und Maibäume die es in Mitteleuropa schon im Mittelalter gab.  Auch vor dem Mittelalter war es in verschiedenen Kulturen Brauch, zur Weihnachtszeit sein Haus mit Lorbeer- oder anderen Grünzweigen zu schmücken. Hauptgrund war, dass das Grün Lebenskraft ausstrahlte oder man damit böse Geister abwenden wollte.

Die Produktion – Viele Jahre bis Großtes entsteht

Wenn man sich die Weihnachtsbäume so anschaut, sieht man denen ihr Alter gar nicht an: Ca. 13 Jahre alt ist ungefähr ein fertiger Weihnachtsbaum. Alles fängt mit einem Zapfen an, aus dem der Samen gewonnen wird um daraus einen Weihnachtsbaum zu ziehen. Die Samen für die Nordmanntanne kommen heutzutage meist aus Georgien und werden von hochgewachsenen bis zu 60 Meter hohen Tannen gesammelt. In einer Baumschule werden die Samen in einem Saatbeet ausgesät und bleiben dann 2 Jahre in diesem Saatbeet. In diesen 2 Jahren wachsen die Jungpflanzen auf ca. 30 cm Höhe heran und werden dann in ein neues Beet mit mehr Platz und frischer Erde umgepflanzt. Nach weiteren 2 Jahren in solch einem Zwischenbeet kommt der Weihnachtsbaum dann an seinen endgültigen Platz und bleibt dort etwa 8 Jahre bis zum Verkauf.

Während dieser ganzen Zeit wird der Baum immer wieder beschnitten, gedüngt und anderweitig versorgt, damit am Ende ein schöner verkaufsfähiger Weihnachtsbaum zur Verfügung steht. Vorallem das Schneiden der Seitentriebe ist sehr wichtig, damit er seine runde Form behält. Damit auch die Spitze nicht unförmig wird und die Abstände zwischen den Ästen klein bleiben, wird mechanisch die Zufuhr von Pflanzensaft in die Spitze erschwert, so dass in kleineren Abstände Äste gebildet werden und die Spitze nicht endlos nach oben schießt.

Gedüngt wird nur bei Bedarf. So wird regelmäßig eine Bodenanalyse erstellt um eventuelle Über- oder Unterdüngung zu vermeiden. Unkraut wird meist mechanisch mit einem Freischneider entfernt. Ist ein Baum an einer Krankheit erkrankt wird als allerletzte Maßnahme ein Pestizid eingesetzt. Vorher versucht man durch verschiedene Maßnahmen es erst gar nicht so weit kommen zu lassen: Um Pilze zu vermeiden werden die unteren Äste entfernt um eine gute Belüftung zu ermöglichen und so Pilze erst gar nicht entstehen zu lassen. Ebenfalls ist eine perfekte Dügnung von Vorteil, denn ist ein Baum optimal versorgt, ist er weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Um Schädlinge wie Mäuse abzuhalten, versucht man, natürliche Feinde auf dem Weihnachtsbaumacker anzusiedeln (Vögel, nützliche Insekten wie Marienkäfer).

Der letzte Akt: Der Verkauf

Ist der der Baum nach ungefähr 12 Jahren intensiver Arbeit verkaufsfertig, wird er im Sommer mit Etiketten seiner Qualität und dem Bestimmungsort (Weiterverkauf, Direktverkauf) entsprechend gekennzeichnet. So kann er je nach Zeitpunkt und Bedarf entsprechend geerntet werden um dann entweder im nächsten Baum-/Gartencenter zu landen oder er wird direkt beim Produzenten an Endkunden verkauft. Die Preise für den Großhandel werden dabei ebenfalls schon im Sommer ausgehandelt. Ebenfalls im Sommer ist die Weihnachtsbaummesse in Langesø (Link 1, Link 2) die nicht nur neueste Züchtungen, Techniken und vieles mehr vorstellt sondern auch für Handel und Verkauf untereinander genutzt wird.

 

0 Kommentare zu “Der Weihnachtsbaum – Geschichte und Produktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.