Gräser – Unterschätzte Zierpflanzen

Wir haben seit einigen Wochen schon Gräser bei uns in der Gärtnerei. Mir persönlich gefallen Gräser sehr. Man bekommt Höhe in seine Pflanzgefäße und durch ihre satten Farben sowie der lockeren Struktur machen sie verdammt viel her. Doch welche Pflege brauchen sie? Sind sie frostfrei?

Verwenden statt überlegen

Meine Chefin hat vor kurzem wundervolle große Tröge bepflanzt. Ich war leider zu langsam, sonst hätte ich gerne Fotos gemacht. Die Tröge waren regelrecht vollgestopft mit Pflanzen (Was aber gut aussah). Darunter fast nur Balkonblumen: Verbenen, San Vitalia, Petunien, Coleus und vieles mehr.

Festuca glaucaUnd doch hat sie aber auch Gräser mit eingepflanzt wo ich gedacht habe: Ok, wäre ich wohl nicht drauf gekommen. Dabei geben Gräser oftmals den letzten Schliff, Gefäße die damit bepflanzt werden wirken höher und auch nicht gleichmäßig hoch wie wenn nur die Balkonblumen drin wären.

Dabei passen Gräser meiner Meinung nach nicht nur im Herbst, sondern in jede Jahreszeit. In eine Frühlingsschale mit Viola und Ranunkeln passen sie ebenso wie zu Chrysanthemen oder Zierpaprika.

Eine Idee für Gräser im Balkonkasten findet man in diesem Artikel.

Die Pflege und die Winterhärte?

Was die Gräser hier in diesem Artikel angeht muss man sagen: Es sind Ziergräser und keine direkten Stauden. Die meisten dieser Ziergräser kommen aus wärmeren Gefilden (Neuseeland, Afrika, Asien) und überleben unseren Winter meist nicht, vor allem dann nicht, wenn sie in Gefäßen sind. Im Frühjahr ausgepflanzt, sieht es schon anders aus, aber auch hier muss man aufpassen und sie bei Nachtfrost zudecken.

Imperata CylindricaWoran das liegt? Zum einen eben an der Heimat. Zum anderen aber auch an der Anzucht. Die Gräser werden in Deutschland in Gewächshäuser kultiviert und werden im Mai/Juni getopft um sie dann ab Ende August zu verkaufen. Dadurch sind sie von Anfang an Wärme und Schutz gewöhnt und müssen sich erst langsam und mühsam wieder umgewöhnen. Daher werden die meisten Ziergräser wieder weggeworfen, wenn sie ihren Nutzen erfüllt haben.

Doch kann man diese Gräser wunderbar überwintern (wo ist eigentlich egal und die Hauptsache ist, dass die Gräser ab und an mal einen Tropfen Wasser sehen). Auch lassen sie sich durch Teilung wunderbar vermehren. Wer für Außenbeete winterharte Gräser möchte, sollte bei einer Staudengärtnerei vorbei schauen, die einen wunderbar beraten und einem bei Pflege und Auswahl gut helfen kann.

Was die Pflege im Sommer angeht, so bevorzugen sie lockere Erde und gleichmäßige Feuchtigkeit. Dabei eher einen Tick zu trocken als zu feucht.

Fazit

Ophiopogon planiscapusDie Pflege ist also nicht so anspruchsvoll und man kann sie auch Zuhause gut über den Winter bringen. Vor allem sollte man sich mehr trauen Gräser zu verwenden. Ergeht mir selber nicht anders. Da muss man selber etwas umdenken. Ich habe vor kurzem Balkonkästen für jemanden bepflanzt, Gräser hätten da wunderbar dazu gepasst. Beim nächsten Mal ist man immer schlauer.

1 Kommentar zu “Gräser – Unterschätzte Zierpflanzen

  1. Interessant. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Gräser als Zierpflanzen zu nutzen. Aber es gibt wirklich sehr schöne und auf der Suche nach „pflegeleichten“ Pflanzen bin ich sowieso immer.
    VG Micha

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