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Blogger und Ethik – Was darf ein Blogger und was nicht?

Ich nehme mit diesem Artikel das erste Mal bei einer Blogparade teil. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer davon kam diese Woche zu mir. Und andere wiederum gibt es schon länger. Und die Frage wird ja auch zunehmend wichtiger: Was dürfen denn Blogger? Was sollten sie besser lassen? Gedanken die ich mir selber gerade stelle.

Was ist eigentlich eine Blogparade?

Bei einer Blogparade gibt ein Blogger ein Thema vor und andere Blogger schreiben dazu ein Beitrag. In diesem Fall ist es das Blog weblogmarketing.de, das in diesem Beitrag zu „Blogparade: Blogger und Ethik: Was darf ein Blogger und was nicht?“ aufruft.

Dabei wollte ich schon länger bei so etwas mit machen. Aber entweder kam ich nicht dazu oder das Thema passt hier nicht so wirklich dazu. Ein Thema wie „Wie halte ich mich fit“ passt nicht wirklich dazu. Außerdem muss man es mit Blogparaden auch nicht übertreiben.

Ich war jung

Diese Frage, was Blogger dürfen und was nicht, hat mich eigentlich schon immer beschäftigt. Seit über 10 Jahren bin ich im Internet unterwegs und betreibe Webseiten und Projekte. So habe ich unter anderem über mehrere Jahre hinweg erfolgreich eine Fanseite zu einem Computerspiel geleitet. Die Webseite lief sehr gut und brachte auch gut Geld ein. Ich habe das über 5 Jahre gemacht und doch irgendwann aufgehört, da es doch ein zeitlich begrenztes Thema ist. Schließlich veralten Computerspiele recht schnell.

Damals war ich wesentlich jünger und naiver und habe nicht sonderlich darüber nachgedacht, was ich tue und einfach mein Ding durchgezogen. Ich habe einfach darauf vertraut, dass ich das Richtige tue. Denn eigentlich kann man viel falsch machen. Jeder hat sicherlich von Abmahnungen und anderen Schwierigkeiten gehört, wenn man im Internet etwas publiziert. Im Nachhinein kann ich sagen: Nichts passiert. Gott sei Dank.

Was sind denn überhaupt kritische Punkte?

Doch was kann man denn so grundsätzliches falsch machen? Als Blogger (ich zähle meine Vergangenheit einfach auch mal als Blogging dazu) bietet man Inhalte zu einem bestimmten Thema (Manche auch zu vielen verschiedenen Themen) an. Leser und Besucher stoßen durch verschiedenste Wege darauf, konsumieren diese Inhalte und vertrauen darauf, dass diese Inhalte auch einen informellen Wert haben, dass das, was da drin steht auch richtig ist.

Schon allein hier ist etwas, was man als Blogger sehr falsch machen kann: Inhalte anbieten, die man nur unsauber und schlecht recherchiert hat, die falsch sind und Besucher damit eine falsche Information bekommen. Das kann teils enorme Ausmaße annehmen, wenn das Blog entsprechend groß ist und sich dann diese falsche Fakten sich verbreiten.

Da darf man mich aber auch nicht falsch verstehen: Fehler passieren jedem. Auch mir. Aber abseits von Fehlern ist dieses Thema der gründlichen Recherche und der Glaubwürdigkeit extrem wichtig, da ich eine Verantwortung meinen Lesern gegenüber besitze.

Auch Werbung ist kritisch

Gerade auch was Glaubwürdigkeit angeht, kann man im Bereich Werbung viel falsch machen. Denn viele Blogger wollen einfach schnell Geld verdienen und vergessen dabei ihre Verantwortung gegenüber ihren Lesern. Sie bauen dann Links ein, für die sie Geld bekommen, veröffentlichen Artikel, für die sie bezahlt wurden und lassen durch Geld auch ihre Meinung bezahlen. Und das alles dann nicht markiert als Werbung, sondern ohne Markierung und der Leser liest dann in dem Glauben, dass das auch dann die Meinung und das Wissen des Bloggers ist.

Dazu muss ich auch sagen, dass das teils auch nicht nur an den Bloggern liegt, sondern auch an den Vermarktern, die solche unseriöse Angebote machen und die Blogger das dann – weil sie Geld verdienen wollen – einfach annehmen ohne groß darüber nach zu denken. Wobei es machen sicherlich auch einfach egal ist, Hauptsache Geld.

Ich hatte ja anfangs geschrieben, dass ich da auch nicht so darüber nachgedacht habe. Zumal ein externer Dienstleister für die Vermarktung meiner Seite verantwortlich war. Doch jetzt bin ich selber verantwortlich für diese Seite und für dessen Leser, die (hoffentlich) glauben, dass das was ich schreibe auch wahr und meine Meinung ist. Zumal es einfach nur destruktiv ist: Google beispielsweise merkt es, wenn man unmarkierte Werbung hat und wenn Artikel keine hohe Qualität hat und der Leser merkt auch irgendwann, dass das, was derjenige schreibt, einen fahlen Beigeschmack hat.

Die Folgen wenn man auf die Schnelle Geld machen will

Mir persönlich hat sich die Frage bei Velanga nie gestellt: Ich wollte ein Blog, das ein Thema hat, mit dem ich ansehnliche Besucherzahlen generieren und dann entsprechend Geld verdienen kann. Gleichzeitig musste es ein Thema sein, welches mir Spaß macht, welches Potenzial bietet und in welchem ich mich auch auskenne. Ich hatte anfangs mit einem Gamingblog rumprobiert, was ich aber irgendwann gelassen habe und mich dann über lange Zeit der Themen- und Ideenfindung gewidmet habe.

Was dann dabei herausgekommen ist, sieht man ja. Als gelernter und hauptberuflich tätiger Gärtner hätte ich auch wesentlich schneller auf die Idee kommen können. Aber so ist das halt. Gleichzeitig habe ich mir von Anfang an die Regel aufgestellt, dass das Blog so Transparent wie möglich laufen sollte. Daher auch die umfassende Datenschutzerklärung und auch die entsprechenden Hinweise, wenn sich im Bereich Datenschutz auf Velanga etwas ändert.

Auch sonst recherchiere ich die Artikel umfassend. Wohl auch ein Grund, warum ich nicht so viele Artikel pro Woche schaffe. Aber lieber veröffentliche ich weniger Artikel, die sauber recherchiert sind, als Artikel, die sachlich falsch sind und mir damit langfristig das Genick brechen. Denn auch das soll Velanga sein: Langfristig. Was bringt es mir reißerische, schlampige Artikel oder nicht markierte bezahlte Beiträge zu veröffentlichen, die zwar auch Besucher bringen, aber eben nur einmal oder eine Abstrafung bei Google.

Denn das sind die Folgen, wenn man intransparent arbeitet: Es ist nur ein kurzfristiger Erfolg. Kein langrfristiger. Gutes Beispiel wie es geht: Ich habe diese Woche das erste Mal eine Anfrage bezüglich eines Artikels gegen Bezahlung bekommen. Die Agentur möchte dabei wie ich langfristig etwas davon haben und möchte das alles ebenso transparent wie ich. Das bringt mir, denen und deren Kunden mehr, als irgendwelche Tricksereien.

Denn wenn ich auf Velanga Werbung (egal welcher Art) bringe, dann transparent, und entsprechend gekennzeichnet. Alles andere bringt es nicht.

Fazit

Eigentlich kann man das Thema „Was dürfen Blogger und dürfen sie nicht?“ recht einfach mit einem Sprichwort beantworten, das man eigentlich auch privat immer anwenden sollte:

„Behandle andere so, wie du behandelt werden willst“

Wenn ich auf eine Seite gehe, möchte ich Professionalität (Wobei niemand perfekt ist), Glaubwürdigkeit und Transparenz und das Gleiche möchte ich meinen Lesern auch bieten. Wenn jeder auf der Welt diese Regel befolgen würde, kämen wir wohl ohne Justiz und Co aus. Aber träumen darf man ja noch. Aber von Bloggern, die obige Regeln nicht befolgen, davon möchte ich nicht träumen, das sollte einfach Gang und Gäbe sein.

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