Portrait – Duftveilchen – Viola odorata

Es gibt nicht immer nur Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen und Ranunkeln. Die Bergenie hatte ich zum Beispiel vorgestellt und diese wird nun nicht so häufig gekauft wie die Klassiker. Wobei das wohl auch am Preis liegen mag. Das Duftveilchen (Viola odorata) ist auch eher etwas, was seltener gekauft wird. Zeit also, sich die Pflanze mal näher anzuschauen.

Das Duftveilchen gibt es in verschiedenen Farben: Weiß, gelb,  dunkellila oder die bekannteste Form mit einem helleren Lila. Beheimatet ist das Duftveilchen in ganz Europa bis hin zum Kaukasus beheimatet. Die Kultur ist für den Gärtner nicht so einfach und die Pflanzen werden auch daher zu einem entsprechenden Preis verkauft.

Dabei ist das Duftveilchen keine einjährige Zierpflanze, sondern eine mehrjährige Staude. Man kann sie also jedes Jahr wiederverwenden und sie nach Belieben vermehren. Dabei gibt es die Möglichkeit, entweder über Samen oder über Teilung zu vermehren. Wobei das Teilen die einfachste Variante ist.

Bei der Vermehrung über Samen muss man beachten, dass das Duftveilchen Kaltkeimer ist und man die Aussaat daher einige Zeit knapp über dem Gefrierpunkt lagern sollte. Erst nachdem der Samen gekeimt ist, kann man ganz langsam die Sämlinge wieder wärmer stellen.

Licht

Mag es sonnig, verträgt es aber auch leicht schattig.

Temperatur

Gekaufte Duftveilchen stammen meist aus frostfreien Gewächshäusern. Diese daher erst langsam an kältere Temperaturen gewöhnen. Gepflanzte Duftveilchen sind winterhart.

Feuchtigkeit

Feucht halten. Verträgt auch mal feuchtere als auch trockenere Zeiten gut.

Düngung

Alle 2 Wochen. Bei der Verwendung als Staude erübrigt sich das. Aber selbst bei den Stauden kann man mal Mist, Mulch oder je nach Art des Staudenbeets auch Hornspäne oder ähnliches ausbringen.

Vermehrung

Zum einen kann man das Duftveilchen nach der Blüte teilen. Das ist der einfachste Weg. Man kann aber auch den Samen sammeln und die Duftveilchen aussäen. Dabei stellt man die Schale mit der Aussaat eine Weile an einen Ort auf, der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hat. Die Samen der Duftveilchen sind Kaltkeimer und brauchen daher solche niedrige Temperaturen zum keimen.

Sonstiges

Wenn man das Duftveilchen als Staude in den Garten setzt, sollte man beachten, dass sich das Duftveilchen dabei sehr durch Rhizome (Unterirdische Ausläufer) schnell ausbreiten kann.

2 Kommentare zu “Portrait – Duftveilchen – Viola odorata

  1. Gisela Marion Klever5 Schneider

    Guten Tag.
    Ich wohne im Süden Brasiliens, in der Stadt Curitiba. Habe Violeta Odorata Samen (Duftpfeilchen) von Bekannte aus Deutschland bekommen,
    Wie darf ich die Samen ausseen? kann es in eine Wase sein? Welche grösse.
    Unser Wetter is sehr kalt im Winter und relativ warm im Sommer.
    Herzliche Grüsse von ihre Gisela Marion.

    • René Zintl

      Erstmal Grüße nach Brasilien. 🙂

      Damit die Samen keimen, brauchen diese Temperaturen von um die 0-4 Grad. Wenn du also die Möglichkeit hast, stell die Samen im Winter nach draußen und halte sie feucht. Sobald es dann im Frühling wieder wärmer wird, sollten sie von alleine keimen.

      Ausäen kannst du sie gleich in Erde, aber so dass sie noch Licht bekommen. Und eben feucht halten. Die Größe spielt keine Rolle, je nachdem, wieviel du ausäen magst.

      Viel Erfolg. 🙂

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