Gartenbau

Kommentar zur Greenpace-Studie

Anfang Mai ging eine Studie von Greenpeae durch die Medien: „Giftiger Garten Eden“. Für die Studie hat Greenpeace in zehn Ländern Pflanzen gekauft und darin letztlich diverse Pestizide gefunden. Ein Raunen ging durch das Netz. Denn momentan sind alle ein wenig für das Thema Bienensterben sensibilisiert. Denn dass die Probleme der Bienen noch verschlimmert wird, weil der Gartenbau und die Landwirtschaft bienenschädliche Pestizide einsetzen stößt verständlicherweise auf Unverständnis.

In Deutschland hat man in den Baumärkten Hornbach, Toom, Obi, Bauhaus und Hagebau Nelken, Hortensien, Glockenblumen, Vergissmeinnicht, Steinkraut, Stiefmütterchen, Hornveilchen und Primeln gekauft. Alle enthielten Rückstände von Pestiziden. Das Problem an der Studie – was auch Greenpeace selber einräumt – ist, dass man nicht weiß, woher die jeweiligen Pflanzen kamen und man das im Nachhinein auch nicht mehr nachprüfen kann.

Denn man geht davon aus, dass die Pflanzen nicht in Deutschland produziert wurden, sondern in Ländern, in denen die Bestimmungen für den Pflanzenschutz nicht so streng sind wie hier. Zwar gibt auch die EU Regeln vor, dabei sind diese aber nochmals in den Ländern unterschiedlich.

Ich kann daher nur aus meinen Erfahrungen aus diversen deutschen Gartenbaubetrieben sagen, dass die jeweiligen Gärtner alle eine aktuelle Sachkundebescheinigung für den Pflanzenschutz haben und eng mit den Beratungsstellen für den Pflanzenschutz zusammenarbeiten. Dadurch werden nur aktuell zugelassene Mittel gesetzeskonform eingesetzt. Dass es sicherlich schwarze Schafe gibt, schließe ich nicht aus. Wenn ich teils in Gärtnereien Behältnisse sehe mit Pestiziden, die schon seit Jahren streng verboten sind, dann bleibt mir manchmal auch nur die Spucke weg.

Und solche Gärtner laufen aber Gefahr, durch Kontrollen empfindliche Strafen zu erhalten, daher hält sich der Großteil auch an die Regeln. Die Studie ist daher wie die meisten Studien wichtig, um solche Themen wieder in den Vordergrund zu rücken, dennoch aber sollte man immer abwägen, wie die aktuelle Lage ist und wer auch die jeweilige Studie in Auftrag gibt.

Die entsprechenden Baumarktketten haben bienengefährdende Pestizide mittlerweile aus dem Sortiment genommen und auch der Gartenbau wird sicherlich nicht seinen Absatz an Zierpflanzen riskieren. Zumal branchenintern das Thema immer wieder hochkommt, da Mittel keine Zulassungen mehr bekommen und man teils schwer Alternativen findet.

Daher kann ich nur abschließend nochmals betonen: Man sollte sicherlich nochmal daran arbeiten, mögliche schädliche Pestizide aus dem Verkehr zu ziehen und dass man generell verantwortungsbewusst mit dem Thema Pflanzenschutz umgehen sollte – sowohl auf privater, als ich kommerzieller Seite.

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