Weihnachten auf dem Balkon

Jetzt am ersten Advent kann man nicht nur in der Wohnung viel schmücken, sondern auch mit Pflanzen auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Ich habe das jetzt das erste Mal gemacht und bin überrascht, wie gut das aussieht.

Fakten und der Gedanke dahinter

Sicherlich geht da noch viel mehr, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und insbesondere bin ich gespannt, wie sich die Pflanzen in den kommenden Wochen entwickeln. Denn ich hatte bisher noch keine eigene Erfahrung mit einem bepflanzten Balkonkasten im Winter.

Ich habe jetzt auch nur einen Balkonkasten für die Adventszeit gepflanzt und möchte, sobald es im Januar oder Februar Frühjahrsblüher gibt, einen zweiten Balkonkasten im Frühlingsdesign bepflanzen. Wie dann dieser winterliche Balkonkasten im Januar/Februar aussieht, wird sich zeigen. Gerade die Winterheide (Erica herbacea) könnte bis dahin unansehnlich sein, da sie eigentlich sauere Erde braucht, aber jetzt in neutraler Erde gepflanzt ist.

Ansonsten war mein Ziel einfach: Auch im Winter einen nicht leeren Balkon zu haben. Das sieht gleich viel besser aus und ich werde mal schauen, was ich eventuell noch zusätzlich zu dem Balkonkasten stellen kann, damit dieser nicht so alleine dasteht.

Die Pflanzen und was man beachten muss

Was die Auswahl angeht, kann man nicht all zuviel falsch machen. Im Gartencenter werden momentan fast nur winterharte Pflanzen angeboten. Wobei manchmal auch noch Altbestände da stehen und man daher lieber nachfragen sollte, wenn man sich nicht sicher ist.

Was die Kombinationen angeht, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Dennoch ist es wie bei jeder Bepflanzung: Man sollte unterschiedliche Höhen darin haben, damit es nicht so langweilig und geradlinig aussieht. Ansonsten hat man die freie Auswahl.

Ich habe mich dabei für folgende Pflanzen entschieden, welche man alle auf dem Bild von links nach rechts sieht:

  • Scheinbeere (Gaultheria procumbens) – Ist eine immergrüne Pflanze mit roten Beeren. Sie braucht einen halbschattigen Standort.
  • Zuckerhutfichte (Picea glauca „Conica“) – Bei mir im Balkonkasten, kann man sie auch auspflanzen und wird dann bis zu 1,5 Meter hoch. Sie mag es, feucht gehalten zu werden.
  • Schneeheide (Erica herbacea) – Gibt es in vielen verschiedenen Sorten, die alle Blüten in Traubenform haben. Mag es sonnig bis halbschattig und braucht einen sauren Boden (Rhododendronerde). Daher ist eine längere Kultur mit anderen „normalen“ Pflanzen schwierig bis unmöglich.
  • Christrose (Helleborus niger) – Bekannt für ihre schöne weiße Blüte. Alle Teile der Pflanze sind giftig! Sie mag einen halbschattigen Standort, durchlässiges, nährstoffreiches Substrat und muss regelmäßig gegossen werden.
  • Schneeheide (Erica herbacea) – Siehe oben.
  • Kleinkonifere (Chamaecyparis lawsoniana „Snow White“) – Muss regelmäßig gegossen und feucht gehalten werden. Mag es sonnig bis halbschattig und man kann diese Konifere ebenso wie die Zuckerhutfichte in den Garten setzen, sie wird dann etwa einen Meter hoch.
  • Silberkörbchen (Calocephalus brownii) – Eigentlich nicht winterhart, daher hier mal als Versuch. Mag es halbschattig bis sonnig und möchte ebenfalls feucht gehalten werden. Schöne Strukturpflanze.

Wer aufmerksam gelesen hat wird feststellen, dass eigentlich alle Pflanzen einen halbschattigen bis sonnigen Standort mögen. Auch möchten alle Pflanzen feucht gehalten werden und mögen keine Trockenheit. Das gute aber daran ist, dass der Wasserbedarf im Winter nicht allzu hoch ist. Vergessen sollte man das Gießen aber trotzdem nicht!

Zwei Besonderheiten gibt es aber: Die Schneeheide wird sich langfristig nicht wohlfühlen. Sie ist eine Moorpflanze und mag daher sauren Boden, während alle anderen Pflanzen eher neutralen Boden bevorzugen. Daher werde ich sie entweder austauschen müssen oder sie hält lange genug durch, bis ich den Balkonkasten sowieso neu bepflanze.

Außerdem ist das Silberkörbchen eigentlich nicht winterhart. Bei uns in der Gärtnerei wird sie frostfrei kultiviert. Daher erwarte ich nicht, dass sie überlebt und ich das Silberkörbchen gegen etwas anderes austauschen muss. Aber das wollte ich jetzt einfach versuchen.

Was kostet so ein bepflanzter Balkonkasten eigentlich?

Falls wer mit dem Gedanken spielt, das mal nachmachen zu wollen: Es ist nicht ganz billig. Die Pflanzen wachsen im Winter nicht mehr viel und man muss daher sehr dicht pflanzen und entsprechend viele Pflanzen kaufen.

Die Pflanzen inklusive Erde kosten etwa 40 bis 45 Euro. Dabei ist das aber nur ein 40 Liter Erdesack gewesen, der zum Schluss noch zu einem Drittel voll war. Dennoch summiert es sich ordentlich und gerade die Christrose hat alleine 10 Euro gekostet.

Zudem muss ich das Silberkörbchen noch austauschen, sofern es nicht überlebt und auch sonst muss ich mal schauen, ob ich nicht noch etwas auf den Balkon stelle, damit der Balkonkasten nicht so alleine ist… Eine Lichterkette würde mir auch gefallen, aber ob sich das lohnt weiß ich noch nicht.

Sollte jemand Fragen hierzu haben, kann man mir gerne eine Mail oder in die Kommentare schreiben. Auch auf Facebook und anderen Plattformen bin ich immer erreichbar.

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