Endlich mal eine gute Gartenschau: Mühlacker

Anfang Juli war ich in Landau auf der Landesgartenschau und war überhaupt nicht begeistert. Es ärgert mich immer noch, dass ich hingefahren bin. Gerade auch bei der Hitze. Aber oft weiß man das nicht vorher, ob das jetzt eine gute oder schlechte Gartenschau ist.

Jetzt die Gartenschau in Mühlacker war nur 20 Minuten mit dem Zug von mir entfernt und außerdem habe ich den Besuch dort geschenkt bekommen. Also ab in den Zug…

Ich habe an der landesgartenschau in Landau hauptsächlich bemängelt, dass es kaum praxisnahe Gärten gab (außer den Kleingärten) und es eigentlich nur ein größerer Park mit vielen Blumen und ein paar Spielplätzen war. Eine Gartenschau zeigt aber für mich (wie der Name schon sagt), was man mit Gärten alles machen kann. Natürlich gehört es dazu, dass Parkanlagen mit dabei sind, die später auch erhalten bleiben.

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Aber einfach nur ein paar Gärten in die Prärie zu setzen, die keinen Bezug zu realitätsnahen Gärten haben, hat für mich nicht viel mit einer Gartenschau zu tun. Daher bin ich auch mit gemischten Gefühlen nach Mühlacker gefahren. Auch deshalb, weil meine Patentante, mit der ich gefahren bin, von der Gartenschau in Sigmaringen wenig angetan war.

Landau hat dabei 27 Hektar Geländefläche und Mühlacker 10 Hektar. Das merkt man auch, dass das Gelände in Mühlacker kleiner ist, doch irgendwie habe ich für Mühlacker länger gebraucht, wie für Landau. Dort hab ich einen Rundgang gemacht, hab fotografiert, bin auf den Turm gestiegen, habe ein Eis gegessen und bin wieder heim.

In Mühlacker bin ich durch den Eingang, und habe sofort schöne Blumenbeete und große Bäume gesehen. Das war schon ein Vorteil bei dem heißen Wetter, denn in Landau gab es fast gar keinen Schatten.

Außerdem gab es wieder eine Murmelbahn wie in Schwäbisch Gmünd, welche Schüler von einer Schule in Mühlacker gebaut haben (Wenn auch bei weitem nicht so toll und groß wie in Schwäbisch Gmünd). Außerdem einen schönen Spielplatz mit Wasser. Zudem ist die Enz an vielen Stellen zugänglich und man kann sogar baden. Sitzsäcke und Sonnenschirme stehen bereit. So muss es sein!

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Geht man über eine Brücke, kommt man in einen Bereich mit vielen Mustergärten. Hier haben sich diverse Vereine, Landschaftsgärtner und Landschaftsarchitekten nicht lumpen lassen und schöne, aber trotzdem praxisnahe Beispielgärten gebaut ,die auch noch aussehen, als ob sie schon immer da stehen würden. Tolle Sache! Auch einen Barfußpfad und eine kleine Bühne mit Vorträgen gibt es dort. Auch alte Getreidesorten werden gezeigt inklusive Linsen, welche man selten sieht, wie man sie denn überhaupt anbaut.

Ist man dort fertig, geht man wieder zurück über die Brücke, über die man hergekommen ist, geht nach links und läuft am Fluss entlang. Man kommt an einem Veranstaltungsgebäude entlang, kann nach Fossilien in Schieferplatten suchen (Eher für die Kinder) und sieht dann noch ein paar Ausstellungen, was man bei der Renaturierung des Flusses alles so gefunden hat.

Alles in allem habe ich über 4 Stunden gebraucht bei 10 Hektar und in Landau 2,5 Stunden für 27 Hektar. Man sieht also wesentlich mehr auf dem Gelände, kann an den Fluss, um sich abzukühlen und auch die Beispielgärten sind wirklich gut. Es lohnt sich also definitiv!

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