Wie verändert der Klimawandel den eigenen Garten?

Manchmal kommt man auf Gedanken, die einem auf den ersten Blick komisch erscheinen, es dann aber auf den zweiten Blick gar nicht sind. So auch bei diesem: Wie verändert der Klimawandel das grüne Wohnen auf Balkon, Terrasse und im Garten?

Auf diesen Gedanken bin ich deshalb gekommen, weil eine Studie der Grünen (Leider nicht auffindbar im Internet, woher hat es dann die Presse?) veröffentlicht worden ist und diese die Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschland untersucht hat. Dabei trifft es die einzelnen Bundesländer unterschiedlich. Baden-Württemberg – wo ich lebe – soll einen längeren Sommer haben mit mehr Hitze bekommen, wenn Regen kommt, dann meist unwetterartig. Klingt nicht so gut oder?

Ich bin so ein „Glas halbvoll“-Mensch und sage bei sowas gerne immer, dass ein längerer Sommer mit mehr Hitze doch gar nicht so schlecht ist. Aber man blendet die negativen Begleiterscheinungen aus, die so ein Wandel mit sich bringt: Mehr Hochwassergefahr, mehr Tode durch Hitze, Probleme in der Landwirtschaft wegen der Trockenheit und generell einfach Probleme für Mensch und Umwelt, auf die man sich erstmal einstellen muss.

Was verändert sich bei einem Zuhause?

Die meisten Menschen denken noch gar nicht daran, wie einen der Klimawandel verändern könnte. Das ist ein schleichender Prozess, den man nicht bemerkt. Das ist auch ok, man kann sich ja nicht durchgehend mit irgendetwas befassen und sich den Kopf zerbrechen.

Aber man sollte es sich zumindest im Hinterkopf behalten. Auch, dass das erste Jahrzehnt im 21. Jahrhundert das wärmste ist, was es bisher gab und auch die letzten Jahre nicht kühler wurden. Manche haben sich auch schon an das wärmere Klima gewöhnt, ohne dass man es selber bemerkt hat: Die Sorten bei Blumen, Gemüse und Obst wandeln sich, werden mehr hitzetoleranter, sind unempfindlicher gegen Begleiterscheinungen der Hitze wie Pilze, man kauft auch eher Pflanzen, die nicht so pflegeintensiv sind und dadurch, dass der Sommer immer länger dauert, kauft man im Herbst auch immer weniger Herbstpflanzen, beschränkt sich auf Frühling und den Sommer. Man kauft ja keine Chrysanthemen im Hochsommer. Zumal wenn die Balkonblumen eh noch schön sind.

Auch wer ein Haus mit Garten hat: Das Thema Wasser wird wichtiger. Viele installieren sich Zisternen, um das Wasser für Haus und Garten zu verwenden. Auch der Punkt Bewässerung im Garten wird wichtiger. Wenn wie dieses Jahr der Regen ausbleibt (und das wird in Zukunft noch öfters vorkommen), wird der Rasen braun, wenn man ihn nicht wässert. Und auch hier versucht man mit verbesserten Sorten dagegen zu halten. Aber neue Sorten können nur helfen, dass man die Folgen nicht so schnell bemerkt, verhindern können sie diese nicht. Auch ist es nicht toll, wenn man Leitungswasser zum Bewässern von Rasen und Co verwendet. Das kann man schon ab und zu mal machen, aber tagtäglich wässern hat einen faden Beigeschmack.

Muss ich jetzt in Panik verfallen?

Sagen wir es mal so: Es wäre schön, wenn die Politik mal verbindliche Klimaschutzziele vereinbaren würde und auch man selber kann durchaus schauen, dass man seinen Fußabdruck in der Umwelt so klein wie möglich hält. Dann wird der Klimawandel nicht ganz so krass ausfallen, wie er vorhergesagt ist.

Und wegen dem eigenen Balkon und Garten? Was sich ändert sich da? Erstmal nicht viel. Man muss vielleicht mehr und öfters gießen. Aber sonst sind die Auswirkungen nicht so gravierend. Man sieht ja auch eher die positiven Aspekte: Dass man einen längeren, wärmeren Sommer hat, dass mehr mediterrane Pflanzen bei uns wachsen und man Kübelpflanzen auch eher draußen stehen lassen kann.

Es kommt auch stark darauf an, wo man wohnt. Gerade in Städten möchten immer mehr Leute gerne Gemüse und Blumen auf dem Balkon haben, andererseits wird aber auch das Wetter dort immer extremer und die Städte im Sommer immer heißer. Da muss man auch schauen, dass man entsprechende Sorten und Pflanzen wählt, die mit Hitzestress besser zurecht kommen.

Wir alle selber dafür verantwortlich, was passiert. Also schauen wir, dass wir das beste für uns und die Umwelt machen. So viel meine Gedanken zu dem Thema. Ich freue mich immer über Anregungen, Kritik oder was man sonst dazu gerne schreiben möchte. 🙂

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