Eigenleben

Was bedeutet Glück?

Ich war vergangenes Wochenende auf dem Barcamp von Lotto Baden Württemberg. Normalerweise geben Barcamps kein Thema vor und sind themenoffen. Dieses Barcamp gab aber das Thema Glück vor – wie passend bei dem Organisator.

Dabei war das aber nur ein Leitfaden, an den man sich nicht unbedingt halten musste. Dennoch haben alle Teilnehmer und gerade diejenigen, die eine Session (Vortrag) gehalten haben versucht, sich an dem Thema zu orientieren.

Welche Themen gab es?

Meine erste Session die ich besucht habe, war die von Uwe Hauck. Ihn kenne ich schon von diversen Barcamps und von Twitter und Co. Er leidet an Depressionen und hat auch einen Suizidversuch hinter sich. Er befindet sich immer noch in Behandlung, war aber mittlerweile schon in der ZDF-Sendung 37 Grad zu sehen, bringt im Januar ein Buch heraus und hält immer mehr Vorträge an Schulen und anderen Orten.

Meine zweite Session war die von Dana Diezemann. Die Frau hat eine tolle und positive Ausstrahlung, die einen ansteckt. Worüber ihr Vortrag ging? Sie ist ein Transgender. Sie war mal männlich und hat sich die letzten Jahren zur Frau verwandelt. In ihrem Vortrag beschreibt sie die Wandlung, die Erkenntnis wieso sie das macht und auch welche schwierigen Probleme sie dadurch bekommen hat.

Außerdem gab es noch ein Sweetup (gemeinsames ausprobieren von Süßigkeiten) es gab Verveine-Tee zum probieren und noch ein paar andere Sessions.

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Was ist jetzt aber Glück?

Ganz am Anfang, bevor die Sessions begannen, gab es auch noch einen Vortrag von Gina Schöler vom Ministerium für Glück und Wohlbefinden. Das ist kein echtes, offizielles Ministerium, sondern ein Projekt einer Masterarbeit das aber erfolgreich weitergeführt wird.

Denn sein eigenes Glück zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn: Was ist denn Glück eigentlich? Ist es ein fröhlicher Moment? ist es das sprichwörtliche Glück, dass etwas, wo die Chance klitzeklein ist, dann doch passiert ist? Oder ist Glück eine lange Phase oder einfach der Umstand, dass etwas gut läuft?

Ich denke, das muss jeder für selber herausfinden. Wenn ich mir Dana Dietzemann ansehe, dann sehe ich einen Menschen, der glücklich ist. Glücklich deshalb, weil Dana Menschen hat, die zu ihr stehen, auch wenn es nicht einfach war und ist. Dass aber Dana auch hier in Deutschland die Möglichkeit überhaupt hat, das zu sein, was sie ist. Sowas ist einfach Glück, deshalb, weil es diese Chance überhaupt gibt und Glück auch deshalb, dass man diese Chance auch ergreifen kann.

Wenn ich mich selber anschaue, hatte ich auch schon oft Glück in meinem Leben: Ich war noch nie arbeitslos, ich bin gesund und mir geht es verhältnismäßig gut. Dennoch hat mein leben auch große Schattenseiten, mir fehlte also auch das Glück, es lief nicht alles so glatt, wie es hätte laufen können.

Glück muss nichts großes sein

Glück muss keine riesige Änderung wie bei Dana sein. Glück kann auch klein anfangen: Das Cent-Stück auf der Straße, dass der Regen erst dann anfängt, als man zuhause ist, einem Obdachlosen ein Essen spendieren oder einfach nur das Glück, zu wissen, dass das eigene Leben nicht ganz so schlecht ist, sondern lebenswert.

Gerade diese kleinen Glücksmomente sind wichtig. Machen einem Mut, zeigen, dass das Leben schön und lebenswert ist. Glück muss also nicht immer der Lottogewinn sein, manchmal sind es auch die kleinen Sachen. Jeder Teilnehmer hat von Lotto Baden-Württemberg ein Rubellos bekommen und ich habe 6 Euro gewonnen. Das war Glück und ich habe mich über dieses kleine Glück gefreut. Vielleicht kommt ja irgendwann auch mal ein größerer Glücksmoment zu mir. Das muss keine Million sein. 😉

Aber bis dahin schätze und erfreue ich mich an den kleinen Dingen im Leben, denn die sind genauso wertvoll. Also: Genießt euer Glück, egal ob groß oder klein! Ich freue mich gerne über Kommentare mit Erzählungen zu den eigenen Glücksmomenten. 🙂

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