Das Basilikum aus dem Supermarkt retten

Man läuft in den Supermarkt und sieht sie zusammen mit dem Gemüse stehen: Topfkräuter. Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und andere.

Man nimmt sie mit, erntet sie und wenn sie abgeerntet sind, wirft man sie meistens weg. Doch manchmal erreicht mich die Frage, wie man diese Topfkräuter – und da gerade das Basilikum – aus dem Supermarkt denn etwas länger erhalten kann.

Denn gerade das Basilikum ist mit der Zeit abgeerntet, wächst dann nicht mehr und wandert auf den Müll. Das Problem an der Sache ist, dass das auch leider von den Herstellern der Kräuter so gedacht ist.

Die Kräuter sollen so schnell wie möglich wachsen, also pumpt man sie mit Dünger voll. Außerdem bekommen sie optimale Bedingungen im Gewächshaus, was das Licht und die Temperatur angeht.

Und hier ist das Problem: Diese Bedingungen hat man zuhause meistens nicht. Die Temperatur ja. Aber beim Licht wird es je nach Standort schon kritisch und wer düngt bitte seine Pflanzen aus dem Supermarkt? Richtig, niemand. Außerdem wird der Topf schnell viel zu eng.

Gerade im Winter fehlt das Licht und die richtige Luft, denn die ist im Winter viel zu trocken. Daher hat man gerade im Winter kaum eine Chance, mehr dazu weiter unten.

Daher muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn die Pflanzen wegwirft, wenn sie abgeerntet sind. Aber es gibt 2 Alternativen.

Umtopfen

Man kann die Kräuter umtopfen. In ein größeres Gefäß, mit frischer Erde und die Pflanze dabei an einen hellen, luftigen Ort stellen.

Gerade bei dem Basilikum macht man es so, dass man die komplette Pflanze vereinzelt und diese dann in dem neuen, größeren Gefäß verteilt. So hat die Pflanze mehr Platz und kann sich besser entfalten.

Selber machen ist der beste Weg

Die beste Möglichkeit, sich mit Kräutern selbst zu versorgen ist entweder, dass man selber aussät oder schon fertige Pflanzen kauft (Aber nicht die aus dem Supermarkt).

Beim selber aussäen muss man alles selber machen und sollte sich entsprechend gut auskennen. Außerdem hat man je nach Kräuterart auch eine hohe Fehlerquote. Gut ok, Schnittlauch oder Petersilie sind jetzt nicht so das Problem. Aber gerade das normale Basilikum macht oft Probleme.

Eine sehr gute Alternative ist hier ein Strauchbasilikum. Diese Sorten sind sehr viel robuster. Sie verholzen, sind aber der Pflege vom normalen Basilikum sehr ähnlich, aber man hat viele Probleme wie Botrytis oder Stengelfäule nicht. Außerdem lässt es sich überwintern. Und auch nicht zu verachten: Ein Strauchbasilikum lässt sich über einen längeren Zeitraum und in größere Menge beernten als ein normales Basilikum.

Und im Winter?

Da ist das Problem mit dem fehlenden Licht und der gleichbleibenden Temperatur. Man hätte hier vielleicht die Möglichkeit, mit Assimilationslampen zu arbeiten, also Lampen die ein passendes Licht für Pflanzen ausstrahlen. Aber ob sich das lohnt? Andererseits: Die Kräuter die man im Winter kauft, werden auch belichtet. Wäre also etwas, das man sich überlegen könnte.

Außerdem hat man das Problem, dass im Winter in den Wohnungen immer gleichbleibende Temperaturen herrschen. Für die Pflanze bedeutet das, dass es keinen sich ändernden Tag-Nacht-Rythmus gibt und die Pflanze daher dauerhaft unter Stress ist, weil es für sie immer warm ist und sie ihren Stoffwechsel auch mal über Nacht nicht runterfahren kann.

Daher kann man unter normalen Bedingungen im Winter leider kaum Kräuter anbauen und wenn, dann nur mit Tricks wie einer Pflanzenlampe oder man nimmt Einbußen bei der Ernte und beim Aroma in Kauf.

Wer hat denn selber auch schon Kräuter ausgesät? Oder sich lieber immer wieder die fertigen Kräuter gekauft, weil einem das aussäen zu mühsam war?

4 Kommentare zu “Das Basilikum aus dem Supermarkt retten

  1. Basilikum (auch aus dem Supermarkt) gedeiht perfekt in selbstbewässernden Töpfen, da es auch oft an der konstanten Wasserversorgung happerl. 🙂

    LG Kathrin

    • René Zintl

      Hallo Kathrin, danke für deinen Hinweis. Ich hab so einen selbstbewässernden Topf schon da. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der ausreicht dass das Basilikum überlebt?

      Ich werd das aber mal testen und dann in einen Artikel verpacken. Bin auf das Ergebnis gespannt,

  2. Das Thema konstante und ausreichende Bewässerung ist sicher gerade bei Basilikum immer akut. Ich bin inzwischen so weit, dass ich von den gekauften Kräutern außer der Vereinzelung der kompakten Pflanzen auch Stecklinge ziehe. So habe ich inzwischen diverse Sorten und Arten vervielfältigt ( z.B. Bubikopfbasilikum, rotblättriges Basilikum, Paprikabasilikum… sogar das Wasabi-Rukola, das mich geschmacklich total begeistert, steht so nach wie vor zur Verfügung). Ein wunderbares Hobby !

    • René Zintl

      Das Wichtigste ist ja das Licht. Das Gießen ist das kleinste Problem. Bevor ich es das erste Mal probiert habe, dachte ich auch, man muss noch zusätzlich düngen. Aber das Basilikum oben habe ich nie gedüngt.

      Wobei da auch die Erde eine Rolle spielt welche man kauft, ob diese gedüngt ist oder nicht.

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