Pflegeleichte Pflanzen für Jugendliche an Weihnachten

Jedes Jahr dasselbe Elend: Was schenkt man zu Weihnachten? Ich verschenke ja am liebsten Zeit zusammen. Dass man zusammen was macht. Etwas zusammen erlebt.

Aber das ist auch eine Geldfrage. Und selbst wenn nicht, findet man nicht immer etwas, was man zusammen machen kann. Deswegen wurde es für meine beiden Cousinen (14 und 17 Jahre alt) 2 Gutscheine dieses Jahr. Einmal für Amazon, einmal für Thomann (Musikfachhändler). Nicht sehr einfallsreich, aber kann man in dem Alter trotzdem immer gebrauchen und selber wussten sie auch nicht, was sie wollten.

Jugendliche und Pflanzen – Eine komplizierte Beziehung

Da ich aber nicht nur einen Umschlag verschenken wollte, kam es passend, dass ich mit der „Kleinen“ vor kurzem ein Gespräch hatte über Zimmerpflanzen.

Sie hat einen Elefantenfuß, der noch lebt, der aber in leicht schimmelnder Erde steht und Nährstoffmangel hat. Also habe ich ihr angeboten, dass wir den zusammen umtopfen. Wo sie auch begeistert drüber war.

Sie meinte aber auch gleich: Sie mag zwar Zimmerpflanzen, aber sie will eigentlich gar keine Arbeit mit den Pflanzen. Sollen nur schön aussehen und keine Arbeit machen.

Kann ich verstehen, geht mir auch nicht anders. Die „Große“ hatte auch mal eine Palme, die ihr aber eingegangen ist und sonst hat sie nur eine Grünlilie. Immerhin.

Also wollte ich den beiden noch eine kleine Pflanze dazu schenken, die aber beide so pflegeleicht wie möglich sein mussten. Das sind die beiden Kandidaten:

Sanseveria cylindrica – Bogenhanf

Den Bogenhanf habe ich selber schon auf meinem Schreibtisch stehen. Er ist perfekt für die „Kleine“. So pflegeleicht wie möglich: Er kommt mit hellen Standorten genauso klar wie mit dunklen und kommt auch nur mit Kunstlicht aus.

Gießen muss man ihn wenn er sehr dunkel steht, nur einmal im Monat mit einem kleinen Schluck. Steht er heller, darf es etwas mehr sein, muss aber nicht. Je weniger man ihn gießt, desto besser.

Das war es eigentlich schon. Arg viel pflegeleichter geht eigentlich nicht oder? Vielleicht düngt man ihn einmal im Jahr und eventuell muss man ein Blatt, das zu lang geworden ist abschneiden, aber sonst? Das wars!

Diefenbachia – Diefenbachie

Sie ist ein klein wenig anspruchsvoller als der Bogenhanf. Aber das ist eigentlich zu vernachlässigen.

Kommt ebenfalls mit hellen oder dunkelsten Standorten zurecht. Nur: Je heller, desto mehr muss man gießen und je dunkler sie steht, desto mehr geht sie in die Länge, als dass sie kompakt wächst.

Beim Gießen muss man auch schauen, wie hell sie steht: Am Fenster gerne einmal pro Woche gießen, wenn sie sehr dunkel steht, reicht auch alle 2 oder sogar 3 Wochen.

Wenn man sich nicht sicher ist, wann man gießen soll, kann man bei der Diefenbachie warten, bis ihre Triebe anfangen umzufallen . Dann weiß man, dass es allerhöchste Zeit ist, kann gießen und die Triebe richten sich wieder auf. Dann weiß man in etwa, in welchem Abstand man gießen sollte, bevor die Triebe umfallen.

Ansonsten gilt auch hier, dass man die Diefenbachie mal düngen sollte, aber auch nur spärlich. Ein oder zweimal im Jahr. Wenn man merkt, sie wächst nicht mehr so richtig, dann auch öfters.

Machbar oder?

Das sind also 2 wirklich pflegeleichte Pflanzen, die eigentlich bei den beiden im Zimmer gut durchkommen sollten. Falls was schiefgehen sollte, was ich nicht glaube, können die beiden mich ja auch fragen. Aber normalerweise sollte das wunderbar klappen.

Ich hatte auch andere Pflanzen zur Auswahl, über die Zamie hatte ich auch schon geschrieben, aber die beiden obigen Pflanzen gab es in einer passenden Größe.

Was man bei Pflanzen für Kinder beachten sollte

Bei so großen „Kindern“ muss man eigentlich nur darauf achten, dass die Pflanze eben möglichst pflegeleicht ist. Wenn aber bei kleineren Kindern Pflanzen im Zimmer stehen sollen, muss man unbedingt schauen, dass es keine giftigen Pflanzen sind.

Die Diefenbachie genauso wie der Bogenhanf sind giftig. Bei der Diefenbachie ist es gerade der Pflanzensaft, beim Bogenhanf alle Teile. Im Alltag spielt das keine Rolle. Aber wenn man eine Pflanze schneidet oder anderweitig mit ihr hantiert, sollte man sich danach gründlich die Hände waschen und darauf achten, dass nichts auf die Schleimhäute kommt.

Das gilt im übrigen auch für Haustiere. Zwar sagt man, dass Tiere ein gutes Gefühl haben, was giftig ist und was nicht. Aber es sind dennoch schon Haustiere an Vergiftungen gestorben.

Leider sind viele Zimmerpflanzen mal mehr, mal weniger (oder gar nicht) giftig. Wenn man Haustiere oder kleine Kinder hat, sollte man also darauf beim Kauf achten.

Alles in allem, kann man auch bei Kindern und Jugendlichen die Zimmer etwas grüner gestalten. Meistens reicht ja schon eine Pflanze in passender Größe, die das ganze Zimmer wohnlicher aussehen lässt. Und für das Raumklima sind Pflanzen auch meistens von Vorteil.

Wie war die Reaktion?

Freudig überrascht! Die Große musste kurz lachen, als ich sagte, du hast ja Pflanzen im Zimmer die leben.  Die Kleine hat mich sofort beim Überreichen gefragt, wann man ihren Elefantenfuß umtopfen und ob das Töpfchen für die Sanseverie nicht zu klein wäre, weil die Wurzeln unten rausschauen (hat sie sogar recht, aber so schnell wachsen Sanseverien nicht, von daher haben wir da noch Zeit, bis man was machen muss).

Nachdem ich beiden gesagt hatte, wie man die beiden Pflanzen pflegen muss, kam sowas wie Erleichterung auf. Daher denke ich mal: Gar nicht so falsch mit den beiden Pflanzen gelegen. Mal sehen wie sie sich entwickeln. Wäre schön, wenn ich den beiden das Ganze etwas näher bringen kann.

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