Unsere Gärten und unsere Lebensweise sind nicht gut für die Natur

In letzter Zeit ging das Thema Insektensterben öfters durch die Medien. Dass die Insektenpopulation in manchen Teilen von Deutschland bzw. generell in Europa um bis zu 80 % abgenommen hat.

Ich habe mir dann ein paar Gedanken über das Thema gemacht. Ob mir selber da etwas auffällt, ob es wirklich weniger Insekten gibt und was daran die Ursache sein könnte.

Ich meine, ich hab jetzt nicht die Insekten bei mir in der Stadt gezählt. Wenn man aber so darüber nachdenkt, fällt einem schon auf, dass es nicht mehr so viele Bienen, Wespen, Fliegen und andere Insekten gibt. Auch meine ich, dass es weniger Vögel gibt. Das ist zwar nur eine subjektive Beobachtung, aber andererseits gibt es Untersuchungen die sagen, dass die Vögelpopulation um 15 % abgenommen hat.

Und das alles hängt ja irgendwie miteinander zusammen: Vögel fressen Insekten, wenn es weniger Insekten gibt, gibt es weniger Vögel.

Und das erschreckende daran ist, dass es kaum Gehör findet. Nicht mal die Grünen greifen das Thema auf. Doch was macht man ohne Insekten? Ohne Insekten geht nicht viel in der Natur, gerade die Bestäubung läuft über Insekten und Insekten sind eben für Vögel eine bzw. die wichtigste Nahrungsquelle.

Und irgendwie scheinen sich alle eher mit der Situation und den Folgen zu arrangieren, anstatt es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Wir alle sind schuld

Dabei sind wir alle selber Schuld an der Situation. Wir leben so, als ob uns die Umwelt nichts angehen würde. Dabei geht es doch nicht ohne. Und es wäre durchaus möglich, was dagegen zu machen ohne dass wir alle uns sonderlich stark einschränken müssen.

In den Medien wird schnell die Landwirtschaft als Hauptschuldiger betitelt. Das stimmt auch. Es gibt auf Feldern viel Monokultur, weil Mais lukrativer ist und man ihn in Biogasanlagen verfeuern kann. Es gibt kaum noch Grünstreifen mit Hecken und blühenden Pflanzen zwischen den Feldern. Naturschutzgebiete liegen zu nah an landwirtschaftlichen Flächen und werden daher auch geschädigt.

An alledem könnte man was ändern. Manche Bauern müsste man zwingen, aber viele würden auf Bioanbau umsteigen, finden aber nicht genug Anreize dafür. Es würde der Natur aber extrem helfen, wenn man den Bauern Anreize gibt, dass sie umweltfreundlicher produzieren.

Was kann jeder einzelne dagegen tun?

Und auch wir selber können etwas tun: Weniger Fleisch essen, mehr zu Biolebensmittel greifen, bei regionalen Anbietern auf einkaufen und vieles mehr.

Auch unsere Gärten können wir freundlicher für die Umwelt gestalten: Verzichten wir auf Kirschlorbeer und Forsythie, pflanzen wir für Insekten passende Hecken. In der Baumschule bekommt man die passende Beratung mit der richtigen Pflanze für die Hecke und den Standort daheim. Ich kann den Kirschlorbeer schon optisch echt nicht mehr sehen…

Auch Steingärten nehmen der Natur wichtigen Raum und Insekten finden dort keine Nahrung. Auch sollte man als Privatanwender nicht gegen Unkraut spritzen und mal einen Laubhaufen liegen lassen. Man spart sich die Arbeit und tut der Natur dabei noch etwas gutes.

Auch wer nur einen Balkon hat, kann eben das passende in seinen Balkonkasten pflanzen, von dem Insekten etwas haben. Und wenn es nur ein blühender Basilikum ist.

Ein bisschen machen ist besser als gar nichts und wenn jeder ein bisschen was macht, kommt man auch schon mal ein Stück weiter. Denn wir müssen uns alle bewusst machen, dass wir nicht nur das Klima als Baustelle haben, sondern viele andere Brandherde und wer will schon dauernd zwischen Baustellen leben?

Ist das alles Panikmache? Übertrieben? Kann man als Einzel überhaupt was machen? Schreibt gerne euere Meinung in die Kommentare oder per Mail.

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