Wenn der Einkauf im Gartencenter eskaliert

Wenn ich ins Gartencenter gehe, weiß ich schon immer im voraus, dass ich Geld ausgebe. Das ist eigentlich wie mit dem schwedischen Möbelhaus, da findet man auch immer etwas.

Zumal mir meine Kentia-Palme kaputt gegangen ist und ich Ersatz wollte. Die hatte Blattläuse bekommen und ist mir dann Stück für Stück kaputtgegangen.

Außerdem hatte ich ein paar Sachen im Hinterkopf, die ich auch kaufen wollte und so wurde der Einkaufswagen immer voller…

Calathea orbifolia – Korbmaranthe (17,99 Euro)

Eigentlich wollte ich für die kaputtgegangene Kentie eigentlich nur einen Ersatz kaufen. Die Idee war entweder diese Korbmaranthe, die mit ihren auffällig gezeichneten Blättern absolut toll aussieht oder ich kaufe wieder eine Palme. Es ist dann beides geworden…

Die Korbmaranthe sieht man zurzeit öfters auf Instagram bei Bloggern, YouTubern und Instagramern. Das war auch – unteranderem – der Grund warum ich sie gekauft hatte: Weil ich zur Pflege was schreiben und sie testen wollte. Aber auch weil sie einfach toll aussieht.

Und auch wenn sie viele haben und auf Bilder und Videos zeigen, ist sie eher schwierig zu halten. Sie mag keine direkte Sonne, kommt aber mit etwas Morgen- oder Abendsonne klar. Ansonsten mag sie es hell, hat aber auch mit etwas dunkleren Standorten keine Probleme.

Sie braucht Temperaturen von 18-25 Grad. Immer! Kalte Füße wie in einem kühlen Flur auf den kalten Fließen mag sie überhaupt nicht. Das Gießen ist auch so eine Sache. Sie sollte nie austrocknen, aber auch nicht zu nass stehen. Da bin ich selber gespannt wie diszipliniert ich das hinbekomme… Man lässt da am besten den Ballen wirklich nie austrocknen, sondern nur oben die Erde antrocknen.

Rollt sie die Blätter ein, ist sie entweder zu Trocken oder die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, denn sie braucht 60-70 % Luftfeuchte. Was wir in unseren Zimmern gerade im Winter überhaupt nicht haben. Sie freut sich also, wenn man sie ab und zu besprüht.

Bei Pflegefehlern bekommt sie sehr schnell Spinnmilben. Habe ich selber schon bei einem Kunden bemerkt, der privat eine im Büro stehen hatte. Er war im Urlaub, die Kollegen hatte die Pflanze vergessen und dementsprechend mitgenommen sah sie dann auch aus, außerdem bekam sie dann eben schnell die Spinnmilben.

Also eine wunderschöne Pflanze, aber etwas schwierig zu halten und daher nicht für Anfänger geeignet. Aber auch nicht für Leute wie mich, die eher nur ab und zu ans Gießen denken.

Chrysalidocarpus lutescens – Goldfruchtpalme (10 Euro + Topf 8,99 Euro)

Das war die zweite Alternative zu der Kentia-Palme. Ist recht pflegeleicht (angeblich – Die Kenia-Palma ist auch angeblich pflegeleicht und ich hatte so das Gefühl, dass sie wegen einem Pflegefehler die Schädlinge bekommen hat und dann nach und nach eingegangen ist) und sieht dabei auch einfach richtig toll und nach Palme aus. Außerdem wollte ich etwas hohes, das aber kompakt bleibt. Deshalb habe ich keine Kentie mehr gekauft, da diese sehr ausladend werden kann.

Die Goldfruchtpalme mag keine direkte Sonne, aber trotzdem so hell wie möglich. Ist aber recht unempfindlich wenn sie dunkler (nicht dunkel, nur dunkler!) steht. Bei mir steht sie auch 2 Meter vom Fenster weg. Nicht optimal, aber geht.

Sie mag Temperaturen zwischen 18-25 Grad. Da hat man leider nicht viel Spielraum. Was das Gießen angeht sollte man sie nie völlig austrocknen lassen. Sollte das doch passieren, bekommt sie braune Blattspitzen.

Ich bin gespannt ob ich mit der Palme besser zurecht komme wie mit der Kentia-Palme. Für Anfänger gibt es auf jeden Fall bessere Pflanzen.

Dieffenbachia – Dieffenbachie (3,99 Euro)

Ein etwas bekannterer Vertreter bei den Zimmerpflanzen. Gerade deswegen, weil sie ziemlich pflegeleicht ist und ich auch selber von Dieffenbachien ein großer Fan bin.

Sie steht gerne hell, ohne direkte Sonne, kommt aber auch mit sehr dunklen Standorten zurecht. Je dunkler aber, desto weniger Wachstum und sie wird dann auch einfach nicht so schön wie an einem hellen Platz.

Darf nicht unter 20 Grad stehen und mag eine hohe Luftfeuchte von 60-70 %. Steht sie kälter als die 20 Grad oder dauerhaft in trockener Luft, verliert sie von unten her ihre Blätter. Die Triebe kann man dann sehr weit unten abschneiden und wieder von vorne anfangen.

Beim Gießen mag sie es nicht auszutrocknen. Steht sie zu trocken, fällt sie um. Gießt man sie dann, richtet sie wieder auf. Austrocknen tut ihr dabei eher gut, wie zu nass stehen. Dann bekommt sie schnell faulige Wurzeln und geht ein. Ideal ist aber natürlich, sie immer leicht feucht zu halten.

Insgesamt eine eher unkomplizierte Pflanze die ich deswegen auch schon verschenkt habe. Gerade dadurch, dass sie bei Trockenheit erstmal umfällt, bevor sie ernsthafte Schäden bekommt, kann man sich langsam an den idealen Gießabstand herantasten.

Chlorophytum comosum – Grünlilie (4,99 Euro)

Ein echter Klassiker was Zimmerpflanzen angeht und gibt es zurzeit oft in dieser kompakter Wuchsform und mit anderer Farbgebung. Sieht nicht so altbacken nach 70er Jahre aus, auch wenn ich die alte Grünlilie mit dieser alten Farbgebung immer noch oft sehe. Gerade die kompakteren Pflanzen mit den neueren Farbverläufen machen einiges her und ich hatte bisher keine. Also: Zack! Gekauft!

Sie ist ziemlich pflegeleicht: Sie steht gerne hell bis halbschattig und mag das ganze Jahr über 20-25 Grad.

Idealerweise hält man sie durchgehend feucht, lässt den Ballen aber antrocknen vor dem nächsten Gießen. Hält man sie zu nass, fault sie schnell, gießt man sie zu wenig, bekommt sie braune Blattspitzen. Die bekommt sie aber auch von trockener Luft.

Hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist. Wenn man sie ein oder zweimal die Woche etwas gießt und sie halbwegs hell steht, kann man nichts falsch machen. Nicht umsonst hat sie fast jeder, auch wenn die meisten noch die alten Sorten mit den nicht so schönen Farben haben.

Hyazinthe im Topf (6,99 Euro)

Ich glaube zu der Hyazinthe muss ich nicht viel sagen. Ich wollte was frühlingshaftes auf dem Schreibtisch haben und gleichzeitig einen Topf den ich später gut wiederverwenden kann. Die Hyazinthe kann man nach dem verblühen auch nach draußen ins Freie pflanzen und kommt dann im nächsten Jahr wieder.

Bio-Tomaten-Komplettpaket (3,99 Euro)

Sowas ähnliches hatte ich letztes Jahr schon ausprobiert. Nur in groß. Jetzt will ich mal dieses kleine Ding ausprobieren und schauen was das in der Praxis so taugt.

Mit dabei ist Erde und der Samen. Alles in Bio. Als Sorte steht Koralik drauf. Wenn man im Internet nach der Sorte recherchiert, kommt eine Wuchshöhe von 80 cm. Bin gespannt, wie das in dem kleinen Topf funktioniert. Schließlich erwarte ich von so einem Komplettpaket, dass das jeder hinbekommt. Weitere Artikel dazu folgen.

Kräuter-Anzuchtsset (14,99 Euro)

Das nächste Komplettpaket. Warum? Weil ich solche Sachen gerne teste, ob die auch für Einsteiger zu empfehlen sind oder nicht. In Deutschland gibt es so viele unbenutzte Balkone und das unteranderem, weil die Leute keine Zeit und Lust haben, sich groß damit zu beschäftigen, aber gleichzeitig trotzdem gerne ein paar Tomaten oder Kräuter auf dem Balkon haben wollen, aber nicht wissen wie. Vielleicht helfen solche Sets ja, dass manche Balkone eher genutzt werden. Sofern die Sets auch was taugen…

Das Set hat ein Tablett, 7 Eimerchen, 7 verschiedene Kräutersamen (Basilikum, Zitronenbasilikum, Petersilie ‘Gigante d’Italia’, Schnittlauch, Koriander, Thymian und krause Petersilie) und die Erde dabei.

Gerade Koriander wird immer beliebter. Zwar kann man ihn fertig im Supermarkt kaufen, ist dann aber recht schnell kaputt. Daher interessiert es mich, wie das mit der Aussaat funktioniert. Zumal ich generell keine riesige Erfahrung mit Kräutern habe und ich so wieder dazulerne. Auch hierzu gibt es wieder mehrere Artikel zu dem Set.

Too much?

Insgesamt also knapp 62 Euro ausgegeben. Ich weiß nicht ob das viel ist. Aber gerade bei dem tristen Winter, tun neue Zimmerpflanzen gut und jedes mal wenn ich sie sehe, erfrischt es einem das Auge. Gut, ich wollte weniger ausgeben, andererseits gibt es schlimmeres, als es für Pflanzen auszugeben. Oder? ODER?

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