Jahrelang nichts geschrieben hier, weil die letzten Jahre für mich privat sehr hart waren und teils auch immer noch sind. Und jetzt schon der dritte Artikel hier geschrieben. Warum mach ich das denn jetzt wieder?
Die letzten Jahre habe ich trotz Inaktivität verfolgt, was mit Blogs passiert und wie sich Social-Media entwickelt: Blogs sterben immer mehr aus. Und Social-Media wird immer mehr. Geht mir persönlich ja auch nicht anders: Ich lese selber kaum noch Blogs, ab und zu das Kraftfuttermischwerk (Musik) oder Hubert Mayer (Blogger aus Stuttgart), Caschys Blog (Technik) aber das wars dann abgesehen von paar „normalen Webseiten, die restliche Zeit verbringe ich auf Insta, TikTok und Threads.
Und seit wenigen Jahren benutze ich immer mehr und mehr KI, jeden Tag, viele Male. Das geht auch immer mehr Menschen so. Also googelt man oft gar nicht mehr, sondern fragt die KI und besucht die eigentlichen Webseiten und Blogs gar nicht mehr. Wozu dann also noch ein Blog betreiben? Ich habe das mal ChatGPT und Claude gefragt:
Claude:
„Generische Blogs, die auf Google-Traffic setzen, haben es schwer – KI-Suche übernimmt diese Funktion zunehmend. Was bleibt, sind persönliche Blogs mit echter Expertise und unverwechselbarer Stimme. KI kann Fakten zusammenfassen, aber sie kann nicht du sein. Ein persönlicher Blog funktioniert heute weniger als Traffic-Maschine, sondern als Vertrauensfundament – der Ort, an dem Menschen sehen: Wer steckt dahinter, und ist das wirklich ein Experte?“
ChatGPT:
„KI macht Blogs nicht überflüssig. Sie macht austauschbare Blogs überflüssig. Wer nur Informationen zusammenfasst, konkurriert mit einer Maschine. Wer Erfahrungen, Beobachtungen, Meinungen oder eigene Bilder einbringt, bietet etwas, das KI nicht ersetzen kann. Gerade deshalb könnten persönliche Blogs in Zukunft sogar wertvoller werden.“
An sich möchte ich den beiden gar nicht widersprechen. Denn es wird sich nichts ändern, wie die Menschheit das Internet benutzen wird. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass KIs wieder verschwinden, sondern sich eher noch Stück für Stück immer mehr in den Alltag integrieren.
Dagegen habe ich grundsätzlich nichts, ich benutze selber gerne KI, aber auf mein Blog bezogen wird es schwer zu sagen: Ja das lohnt sich. Es gibt Blogs wie beispielsweise das iphoneblog.de die von einer treuen Stammleserschaft leben. Aber sowas neu aufzubauen heutzutage erscheint mehr sehr schwer. Auch einzelne Medien wie die PCGamesHardware geben schon Warnungen heraus, dass KI das Ende des Internets sein könnte. Zumindest für das Internet, das wir kennen.
Man könnte jetzt auch sagen: Haben Bücher ihre Aufgabe wegen KI verloren? Nein. So wird es auch bei Blogs und Webseiten sein, aber es werden weniger und es wird sich wandeln wie die Seiten Geld verdienen. Es ist ja auch ein Henne-Ei-Problem: Wenn es Blogs und Webseiten nicht geben würde, hätte die KI kein Wissen und würde gar nicht so funktionieren und wenn immer mehr Webseiten weg sind, hat die KI keinen Zugriff mehr auf alte und neue Informationen.
Daher habe ich mich von den ganzen Problemen auch nicht davon abbringen lassen, weiter zu machen: Ich will eine Plattform haben, die unabhängig ist und auf der ich schreiben, mich zeigen und meine Erfahrung mit anderen teilen kann. Daher werde ich das Blog weitermachen. Aber auch wird mein Fokus mehr auf Instagram und vielleicht TikTok/Threads gehen, da es ohne auch nicht mehr geht und mir ja auch Spaß macht.
Ich freue mich drauf, mehr aus meinem grünen Leben zu erzählen. Auch habe ich deswegen das Blog umgebaut, um den Lesern als auch mir das alles einfacher zu machen: Aufs wesentliche reduziert, keine Ablenkung, jetzt auch mit der Möglichkeit Artikel ohne „weiterlesen“ schreiben zu können und damit auch mal kurze Artikel zu veröffentlichen, die nicht so viel Zeit brauchen.
Mal schauen, was als nächstes die Blogs bedroht. Ich schreibe dann wieder einen Artikel dazu, machs gut!



