Kräuter, überall Kräuter!

Wie der ein oder andere vielleicht schon gelesen hat, war ich im November letzten Jahres auf einem Barcamp in Karlsruhe und habe mich dort sogar hinreißen lassen, meine allererste Session zu halten. Die Session sollte sich um das urbane Gärtnern drehen. Ich hatte anfangs ein bisschen das Urban Farming vorgestellt, sprich: Industrieller Gemüseanbau mitten in der Stadt, in alten U-Bahnschächten oder in Gewächshäusern, die auf Hochhäusern stehen. Allein das habe ich anhand der Fragen bemerkt, würde für eine ganze Session reichen (45 Minuten).

Nach diesem kurzen Anriss von Urban Farming, wollte ich ein wenig über Vor- und Nachteile des Gärtnerns in der Stadt sprechen. Zeigen, wie man es sich möglichst einfach machen kann und was man sonst noch so beachten sollte. Das lief soweit auch ganz gut. Niemand hat mit Sachen nach mir geworfen, also kann der Vortrag nicht so schlecht gewesen sein.

Was mich aber irgendwie verwundert hat (Dabei hätte ich es wissen müssen): Immer wieder kamen Zwischenfrage wegen Kräutern. Da war die Mutter von mehreren Kindern, die eine Kräuterspirale wollte oder der Student, der auf dem Balkon seiner Wg Kräuter zum Kochen (nicht zum rauchen) anbaut. Und so kamen dann immer wieder Fragen zu diesem Thema auf. Und ich war nicht wirklich vorbereitet.

Ich bin Zierpflanzengärtner und hatte zwar in meiner Ausbildung das Glück, in einem Mischbetrieb zu sein, der alle Bereiche des Gartenbaus abgedeckt hat, aber gerade in meiner jetzigen Anstellung habe ich mit Kräuter gar nichts am Hut, ich produziere wie am Fließband Zierpflanzen. Mehr nicht. Das war auch einer der Gründe, warum ich dieses Blog gestartet habe: Ich wollte lernen. Und bei Kräutern habe ich festgestellt, dass ich eigentlich alles von Grund auf lernen muss, weil das die Leute interessiert und weil es mich selber interessiert und ich die Fragen, die mir gestellt werden, natürlich auch beantworten möchte.

Deswegen hatte ich letztes Jahr (ohne Vorkenntnisse) mich an Kräutern probiert. Und bemerkt dass das gar nicht so einfach ist, die Fragen kommen nicht von irgendwoher… Also habe ich mir Fachliteratur besorgt, befreundete Gemüsegärtner ausgefragt und mich in das Thema eingearbeitet.

Dabei habe ich festgestellt, dass das Thema Kräuter nicht so wahnsinnig kompliziert ist. Man kann es sich einfach machen und vorgezogene Pflanzen kaufen oder man macht es sich schwerer und sät selber aus. Man hat auch die freie Auswahl, wohin man die Kräuter stellt, egal ob Balkon oder Garten und die weitere Pflege ist auch nicht so schwer, wie man sich das gemeinhin vorstellt.

Ich habe zurzeit zwei Balkonkästen und einen großen Kübel (siehe Bild). Gerade in diesen großen Kübel könnte man wunderbar Kräuter einpflanzen, was ich auch machen werde. Hier in der Nähe gibt es eine große Gemüsegärtnerei, in die ich schon in meiner Ausbildung oft gefahren bin und in Bioqualität produzieren. Da passt zwar meine Erde mit Substrat nicht ganz dazu, aber das sei mir hoffentlich verziehen.

Jedenfalls werde ich das Thema Kräuter dieses Jahr etwas ernster anpacken und sowieso: Ich werde hoffentlich viel Zeit auf meinem Balkon dieses Jahr verbringen. Das hoffe ich für uns alle, dass wir viel Zeit im Grünen, sei es auf dem Balkon oder im Garten verbringen können. Am Samstag gibt es den ersten richtigen Artikel zum Thema Kräuter. Ich hoffe, es gefällt. Frohes Gärtnern!

Neue und alte Obstsorten

Ich habe in meiner Verwandtschaft einen Onkel, der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und dementsprechend viel über Obst-, Gemüse- und Getreidesorten weiß. Dabei wohnt er in einer Gegend, in der es einen sehr leckeren Apfelsaft gibt und er selbst auch diverse Apfelbäume hat.

Ich rede mit ihm ab und zu über Sorten, was es damit auf sich hat und was besser ist: Alte oder neue Sorten? Und was man beachten sollte, wenn man selber einen Obstbaum im Garten haben möchte. Hinweis: Im Folgenden rede ich über Apfelsorten. Man kann es aber auf generell jede Obstsorte beziehen.

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Landesgartenschau 2014 in Schwäbisch Gmünd

Ich war gestern auf der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd. Seit April gibt es auf ca. 30 Hektar Fläche drei Teilbereiche:

  • Himmelsgarten – Auf der Alb gelegen, sieht man hier die Geschichte der Landwirtschaft, ein Labyrinth, Stauden, Aussichtsturm und vieles mehr.
  • Himmelsleiter –  Ein Waldstück das die beiden Hauptbereiche verbindet und mit der Kugelbahn für Kinder ein echtes Ergebnis liefert.
  • Erdenreich – Direkt in der Stadt gelegen, hat man hier die Stadt wesentlich aufgewertet.

Ich finde die Idee der Gartenschau sehr gut. Sowohl die Bundes- als auch die Landesgartenschauen sind zum einen immer schön zu besuchen, egal für wen und zum anderen bringt es die jeweilige Stadt ein gutes Stück voran. Wenn man sieht, was man dadurch an Schwäbisch Gmünd verändern konnte, sollte so etwas jede Stadt haben.

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Blumenwiesen – Aussaat und Pflege

Man sieht sie zurzeit immer öfters. Vor allem im öffentlichen Grün werden sie gerne als kostengünstige Möglichkeit genommen, blühendes möglichst einfach wachsen zu lassen. Die Rede ist von ein- oder mehrjährigen Blumenwiesen.

Gerade wer öfters in den Alpen unterwegs ist, kennt auf den Almen die schönen, großen, bunten Blumenwiesen. Warum sich also so etwas nicht in den eigenen Garten oder sogar auf den Balkon holen?

Man unterscheidet dabei zwischen ein- und mehrjährigen Blumenwiesen. Beide brauchen jeweils eine andere Pflege und beinhalten eine unterschiedliche Pflanzenauswahl.

Dabei gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Saatgutmischungen, die aber alle ihr Hauptaugenmerk auf blühende Pflanzen haben, die für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge interessant ist.

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