Gebt torffreier Erde eine Chance!

Ich hatte schon einmal was zu veganer Erde geschrieben und auch, dass ich vorhabe, auf torffreie Erde umzusteigen. Dabei ist das ganze gar nicht so einfach. Denn torffreie Erde verhält sich anders als eine mit Torf.

Mein Augenmerk beim Einkauf lag zwar darauf, dass die Erde torffrei ist, aber wenn man sich mit der Thematik näher befasst, merkt man auch schnell, dass das gar nicht so einfach ist, die perfekte Erde zu machen bzw. zu finden.

Warum ist das mit torffreie Erde so schwer?

Torf verleiht der Erde eine gute Struktur und speichert dabei gut Wasser ähnlich wie ein Schwamm. Außerdem ist er recht neutral, er gibt also kaum andere Stoffe an die Erde ab. Auch lässt er sich gut mit anderen Zuschlagsstoffen wie Sand, Ton, Dünger und anderem mischen.

Und das Problem ist, dass es bisher keinen alternativen Stoff gibt, der genauso gut ist. Man forscht zwar intensiv daran, hat aber bisher nichts gefunden.

Daher verzichtet gerade der Gartenbau nur sehr ungern darauf, da sich ohne Torf die Pflanzen schwieriger kultivieren lassen.

Basilikum in torffreier Erde

Warum sollte man dann auf torffreie Erde wechseln?

Weil Torf aus Hochmooren gewonnen wird, die dafür trockengelegt werden müssen. Hochmoore sind wichtiger Speicher von CO2 und außerdem wichtig für die Natur als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Ist ein Moor einmal trockengelegt, ist es für immer verloren. Auch wenn die Moore nach der Torfgewinnung renaturiert werden, so hat es für die Hochmoore Millionen von Jahren gedauert, eher sie entstanden sind.

Welche Probleme hat man in der Praxis?

Dass man Torf nur schwer ersetzen kann. Torfreie Erde lässt sich bisher nicht so gut düngen und wässern wie Erde mit Torf.

Bedeutet: Man muss viel mehr darauf aufpassen, in wie weit die Erde schon ausgetrocknet ist oder nicht und auch muss man mehr als vorher düngen da die Erde nicht mehr so gut Wasser und Nährstoffe speichert und aufnimmt.

Das klingt recht harmlos. Bedeutet aber eben eine Umstellung sowohl als Hobbygärtner, als auch im Profibereich. Außerdem muss man auch erst Erfahrungen sammeln, wie die verschiedenen Pflanzen darauf reagieren.

Ich habe das zum Beispiel mit Tomaten getestet. Da merke ich keinen Unterschied. Sind beide gleich groß. Schon einmal ein gutes Zeichen für die torffreie Erde.

Tomaten im Vergleich: Links im braunen Topf torffrei, rechts im grauen Topf mit Torf

Wenn niemand damit anfängt, wird es auch nichts!

Umstellungen fallen uns Menschen schwer. Aber wenn niemand damit anfängt, wird das auch nichts. Ich hatte bisher nur torfreduzierte Erde und damit keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Daher denke ich, dass das mit der torffreie Erde auch etwas wird. Ich werde meine Erfahrungen auf jeden Fall in einem weiteren Artikel festhalten.

Hat wer denn schon Erfahrungen mit veganer/torffreier Erde? lasst es mich gerne in den Kommentaren/per Mail oder auf Social-Media wissen.


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